Zu den drei beliebten Formgebungsverfahren für Kohlefaserprodukte gehören das Formpressen, das Autoklavformen und das Filamentwickeln. Die durch Formpressen hergestellten Carbonfaserprodukte zeichnen sich durch eine hervorragende Oberflächenqualität aus und werden in vielen verschiedenen Branchen eingesetzt.
Die Formgebungstemperatur beim Formpressen hat einen erheblichen Einfluss auf das Schmelzen und Fließen der Kohlefasermaterialien und die Vernetzungsreaktionsrate des Harzes, was sich letztlich auf die Gesamtqualität der Kohlefaserprodukte auswirkt.
Innerhalb eines optimalen Temperaturbereichs beschleunigt eine Erhöhung der Formtemperatur das Fließen des Harzes in den Kohlefaser-Prepregs sowie die Vernetzung und Aushärtung zwischen den Prepreg-Schichten, wodurch die Produktionseffizienz gesteigert wird. Steigt die Temperatur jedoch übermäßig schnell an, kann dies zu einer vorzeitigen Vernetzung und Aushärtung zwischen den Lagen des Kohlefaser-Prepregs führen. Dies kann zu einer ungleichmäßigen Aushärtung zwischen den inneren und äußeren Schichten des Materials im Formhohlraum führen. Das Oberflächenmaterial härtet möglicherweise zuerst aus, und wenn die innere Schicht aushärtet, können bestimmte Vernetzungsnebenprodukte nur schwer nach außen entweichen, was zu Mängeln wie Ausbeulungen, Rissen und übermäßig dicken Plattenschichten im Produkt führen kann.
Ist die Temperatur hingegen zu niedrig, verringert sich die Fließfähigkeit des Materials, und die Vernetzungsreaktion des Prepregs kann nicht angemessen ablaufen, was das Aushärtungsergebnis beeinträchtigt. Folglich können die mechanischen Eigenschaften von Kohlenstofffaserprodukten beeinträchtigt werden, und niedrige Temperaturen können auch zu einer unvollständigen Aushärtung und zum Aufquellen der Oberfläche des Produkts führen.

Es ist wichtig zu beachten, dass verschiedene Kohlefaserprodukte unterschiedliche Formgebungstemperaturen erfordern und es keinen Standard gibt, der für alle passt.





